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Tipps zur Haltung von Futterinsekten

Nach dem Versand

Im Winter

  • Öffnen Sie das Paket mit den Futtertieren und lassen Sie es bei Zimmertemperatur etwa eine Stunde offen stehen. Wichtig: schütteln Sie die Dosen nicht!
  • Nehmen Sie die Insekten aus dem Paket und prüfen Sie deren Zustand. Sollten sich die Insekten in einer Kältestarre befinden, lassen Sie die Dosen etwa weitere drei bis vier Stunden stehen. Danach sollten die Insekten aus der Kältestarre erwacht sein.
  • Sie sollten die Insekten mit etwas Frischfutter (Karotte, Apfel) oder Aquagel versorgen.
  • Kurzflügelgrillen: Erwärmen Sie die Tiere auf 30°C innerhalb der ersten Stunde nach Erhalt, indem Sie sie etwa auf die Heizung stellen. Sind die Kurzflügelgrillen nach dieser Wärmebehandlung wieder beweglich, sollten die Tiere sofort mit einem Stück Gemüse (zum Beispiel Gurke) gefüttert werden, damit ihr Wasserhaushalt wieder in Ordnung kommt.

Im Sommer

Der Versand während der warmen Jahreszeit ist für die Insekten weniger stressig. Sie sollten dafür sorgen, dass die Insekten nach der Ankunft etwas Feuchtes zu fressen bekommen (zum Beispiel Gurke oder Karotte).


So halten Sie Ihre Futtertiere richtig

Grundsätzlich gilt: Nehmen Sie die Tiere aus den Dosen und setzen Sie sie in einen größeren Behälter um, zum Beispiel in eine Faunabox oder ein kleines Terrarium.

Füttern Sie die Futterinsekten mit frischem Obst oder Gemüse. Achten Sie darauf, dass das Futter für die Futterinsekten nicht gespritzt ist und füttern Sie keinen Kopfsalat! Füttern Sie nur so viel wie die Tiere innerhalb kurzer Zeit fressen können, sonst bilden sich Fäulnis und Schimmel.

Heimchen und Kurzflügelgrille

  • Behälter: eine Faunabox, zum Beispiel Geo Maxi (Ferplast), ist für bis zu 500 adulte Tiere ausreichend.
  • Temperatur: 25-30°C mittels Spotstrahler oder ähnlichem.
  • Substrat: flach ausgelegte Eierkartons.
  • Futter: Insektenfuttermischung, Haferflocken, Karotte, Gurke, Apfel, Kartoffeln.

Steppen- und Mittelmeergrille

  • Behälter: eine Faunabox, zum Beispiel Geo Maxi (Ferplast), ist für bis zu 250 adulte Tiere ausreichend.
  • Temperatur: 25-30°C mittels Spotstrahleroder ähnlichem.
  • Substrat: flach ausgelegte Eierkartons.
  • Futter: Insektenfuttermischung, Haferflocken, Karotte, Gurke, Apfel, Kartoffeln.
  • Tipp: Steppengrillen benötigen im Winter unbedingt Frischfutter oder Aquagel. Sie vertrocknen sonst sehr schnell!

Wander- und Wüstenheuschrecke

  • Behälter: eine Faunabox, zum Beispiel Geo Maxi (Ferplast), ist für bis zu 50 adulte Tiere ausreichend. Für größere Mengen eignen sich Terrarien ab ca. 40x40x60cm.
  • Temperatur: um 30°C mittels Spotstrahler oder ähnlichem.
  • Substrat: hoch gestellte Eierkartons; die Tiere klettern.
  • Futter: Insektenfuttermischung, Haferflocken, Keimweizen, Löwenzahn, Feldsalat.

Mehlwürmer

  • Behälter: eine Faunabox, zum Beispiel Geo Flat Large (Ferplast), ist für bis zu 0,5kg ausreichend. Für größere Mengen eignen sich größere Plastikwannen mit einer Fläche von ca. 60x40cm.
  • Temperatur: um 24°C.
  • Substrat: Eierkartons und Weizenkleie.
  • Futter: Insektenfuttermischung, Haferflocken, hartes Brot, Gemüse.
  • Achten Sie darauf, dass das Substrat trocken bleibt! Alternativ können Mehlwürmer auch bei ca. 12°C ohne Fütterung trocken gelagert werden (1-2 Wochen). Nachteil: geringerer Nährwert!.

Zophobas

  • Behälter: eine Faunabox, zum Beispiel Geo Flat Large (Ferplast), ist für bis zu 0,5kg ausreichend. Für größere Mengen eignen sich größere Plastikwannen mit einer Fläche von ca. 60x40cm.
  • Temperatur: um 24°C.
  • Substrat: Eierkartons und Weizenkleie.
  • Futter: Insektenfuttermischung, Haferflocken, hartes Brot, Gemüse.
  • Achten Sie darauf, dass das Substrat trocken bleibt! Alternativ können Zophobas auch bei ca. 14°C ohne Fütterung trocken gelagert werden (1-2 Wochen). Nachteil: geringerer Nährwert!

Drosophila

  • Zuchtansatz bei Zimmertemperatur stehen lassen.
  • Höhere Temperaturen bis ca. 25°C beschleunigen die Entwicklung.

Terfly

  • Zuchtansatz bei Zimmertemperatur stehen lassen.
  • Höhere Temperaturen um 25°C beschleunigen die Entwicklung.
  • Die geschlüpften Fliegen sollten mit Zuckerwasser gefüttert werden.
  • Bei trockener Luft sollte das Nährmedium nach einigen Tagen befeuchtet werden.

Wachsmotten

  • Zuchtansatz bei Zimmertemperatur stehen lassen. Höhere Temperaturen bis ca. 30°C beschleunigen die Entwicklung.
  • Achtung: Nicht im Kühlschrank aufbewahren!

Pinky- und Fleischfliegenmaden

  • Fliegenmaden können im Kühlschrank 1-2 Wochen aufbewahrt werden.
  • Vorsicht: Bei zu langer Lagerung der Puppen besteht die Gefahr, dass diese vertrocknen.

Weiße Springschwänze

  • Die Tiere können bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden.
  • Ansatz bei Bedarf befeuchten.
  • Futter: Fischfutter.
  • Entnahme der Tiere: mit etwas Wasser herausspülen.

Topische Springschwänze

  • Aufbewahrung bei Zimmertemperatur.
  • Futter: Fischfutter.
  • Entnahme der Tiere: Blatt in die Dose legen – die Tiere sammeln sich dann darunter an und können mit dem Blatt vorsichtig ins Terrarium überführt werden.

Totenkopf- und Waldschaben

  • Behälter: eine Faunabox, zum Beispiel Geo Maxi (Ferplast), ist für 50-100 Schaben ausreichend.
  • Temperatur: 25-30°C mittels Spotstrahler oder ähnlichem.
  • Substrat: flach ausgelegte Eierkartons, evtl. mehrlagig.
  • Futter: Insektenfuttermischung, Haferflocken, Karotte, Gurke, Apfel, Kartoffeln.

Laub-, Tau- und Rotwürmer

  • Aufbewahrung im Kühschrank bei Temperaturen zwischen 8 und 12°C.

Erbsenblattlaus

  • Ansatz bei Zimmertemperatur stehen lassen.
  • Substrat ggf. befeuchten (Bohnen vertrocknen sonst).
  • Entnahme: Dose leicht zusammendrücken und auf den Kopf drehen – leicht schütteln und klopfen – die Läuse fallen dann von den Pflanzen ab.

Bohnenkäfer

  • Ansatz bei Zimmertemperatur stehen lassen.
  • Nicht befeuchten.
  • Einige Bohnen mit ins Terrarium legen, dann bleiben die Käfer in der Nähe.

Weiße Asseln

  • Aufbewahrung bei Zimmertemperatur.
  • Dose darf nicht austrocknen.
  • Futter: Fischfutter.
  • Weiße Asseln eignen sich hervoragend als Müllbeseitiger in allen Feuchtterrarien, da sie Futterreste und auch Kot fressen.

Ofenfischchen

  • Aufbewahrung bei 25°-30°C, trocken lagern.
  • Futter: Fischfutter.
 
Quelle: b.t.b.e. Insektenzucht


 

Tipps zur Haltung von Vogelspinnen


Wenn Sie eine Vogelspinne erworben haben, sollten Sie folgende Punkte grundsätzlich beachten. Für Ihre weiteren Fragen steht Ihnen unser Team jederzeit gern zur Verfügung.

  • Informieren Sie sich vor dem Kauf ausführlich über Vogelspinnen. Es gibt zahlreiche Bücher zum Thema.
  • Verwenden Sie KEINE Bodenheizung!
  • Stellen Sie der Spinne eine Trinkschale mit frischem Wasser bereit.
  • Eine Beleuchtung ist im Prinzip nicht notwendig, erlaubt aber die Regelung der Temperatur. Für alle hier genannten Spinnen sind Tageslicht, Neonröhren oder Strahler geeignet.
  • Reinigen Sie neue Pflanzen gründlich, bevor Sie sie im Terrarium einpflanzen.
  • Besprühen Sie die Spinne nie direkt mit Wasser!

Acanthoscurria geniculata

  • maximale Körperlänge: 80 mm.
  • Platzbedarf: mindestens 40x30x30 cm.
  • Bodengrund: Torf, Erde, eine Ecke sollte stets leicht feucht sein.
  • Einrichtung: große Höhle z.B. Kork, sitzt meist außerhalb des Unterschlupfs.
  • Temperatur in °C: 24-28 tags, nachts nicht unter 20.
  • Relative Luftfeuchtigkeit: um 70%.

Aphonopelma bicoloratum

  • maximale Körperlänge: 50 mm.
  • Platzbedarf: mindestens 30x30x30 cm.
  • Bodengrund: Torf, Erde, ca. 10 cm hoch, Art gräbt gerne.
  • Einrichtung: Höhle anbieten z.B. Korkrinde, Wurzel.
  • Temperatur in °C: 24-30 tags, nachts nicht unter 20.
  • Relative Luftfeuchtigkeit: 50-60%.

Avicularia metallica

Vorschaubild A. metallica
  • maximale Körperlänge: 50 mm.
  • Platzbedarf: mindestens 20x20x40 cm.
  • Bodengrund: Torf, Erde, sollte stets leicht feucht sein.
  • Einrichtung: Äste, Korkröhre.
  • Temperatur in °C: 24-28 tags, nachts nicht unter 22.
  • Relative Luftfeuchtigkeit: 75-90%, Boden stets leicht feucht halten, regelmäßig sprühen.

Avicularia versicolor

Vorschaubild A. versicolor
  • maximale Körperlänge: 50 mm.
  • Platzbedarf: mindestens 20x20x40 cm.
  • Bodengrund: Torf, Erde, sollte stets leicht feucht sein.
  • Einrichtung: Äste, Zweige, Korkröhre.
  • Temperatur in °C: 24-28 tags, nachts nicht unter 22.
  • Relative Luftfeuchtigkeit: 75-90%, Boden stets leicht feucht halten, regelmäßig sprühen.

Brachypelma albopilosum

  • maximale Körperlänge: 70 mm.
  • Platzbedarf: mindestens 30x30x30 cm.
  • Bodengrund: Torf, Erde, etwa 1/3 der Fläche sollte stets leicht feucht sein.
  • Einrichtung: Höhle anbieten z.B. Korkrinde, Wurzel.
  • Temperatur in °C: 24-28 tags, nachts nicht unter 20.
  • Relative Luftfeuchtigkeit: 60-70%.

Brachypelma smithi

Vorschaubild B. smithi
  • maximale Körperlänge: 70 mm.
  • Platzbedarf: mindestens 30x30x30 cm.
  • Bodengrund: Torf, Erde, eine Ecke sollte stets leicht feucht sein.
  • Einrichtung: Höhle anbieten z.B. Korkrinde, Wurzel.
  • Temperatur in °C: 24-30 tags, nachts nicht unter 20.
  • Relative Luftfeuchtigkeit: 60-70%.

Chromatopelma cyanopubescens

  • maximale Körperlänge: 65 mm.
  • Platzbedarf: mindestens 30x30x30 cm.
  • Bodengrund: Torf, Erde, etwa 1/3 der Fläche sollte stets leicht feucht sein.
  • Einrichtung: Höhle anbieten z.B. Korkrinde, Wurzel.
  • Temperatur in °C: 24-28 tags, nachts nicht unter 22.
  • Relative Luftfeuchtigkeit: 70-80.

Citharishius crawshayi

  • maximale Körperlänge: 85 mm.
  • Platzbedarf: mindestens 40x30x30 cm.
  • Bodengrund: Torf, Erde etwa 1/3, leicht feucht halten, die Art gräbt tiefe Röhren, daher Bodengrund so hoch wie möglich .
  • Einrichtung: Korkröhre schräg in den Boden eingraben.
  • Temperatur in °C: 24-28 tags, nachts nicht unter 20.
  • Relative Luftfeuchtigkeit: 50-60%.

Ephebopus murinus

Vorschaubild E. murinus
  • maximale Körperlänge: 60 mm.
  • Platzbedarf: mindestens 30x30x30 cm.
  • Bodengrund: Erde, Torf, Waldboden, 1/2 Fläche leicht feucht halten.
  • Einrichtung: Höhle anbieten z.B. Korkrinde, Wurzel.
  • Temperatur in °C: 24-28 tags, nachts nicht unter 22.
  • Relative Luftfeuchtigkeit: 70-80%.

Grammostola aureostriata

Vorschaubild G. aureostriata
  • maximale Körperlänge: 85 mm.
  • Platzbedarf: mindestens 40x30x30 cm.
  • Bodengrund: Torf, Erde 1/3 der Fläche sollte stets leicht feucht sein.
  • Einrichtung: Höhle anbieten z.B. Korkrinde, Wurzel.
  • Temperatur in °C: 24-28 tags, nachts nicht unter 20.
  • Relative Luftfeuchtigkeit: 75%.

Grammostola rosea

Vorschaubild G. rosea
  • maximale Körperlänge: 55 mm.
  • Platzbedarf: mindestens 30x30x30 cm.
  • Bodengrund: Torf, Erde eine Ecke sollte stets leicht feucht sein.
  • Einrichtung: Höhle anbieten z.B. Korkrinde, Wurzel.
  • Temperatur in °C: 24-28 tags, nachts nicht unter 20.
  • Relative Luftfeuchtigkeit: tags 50-60%, eher trocken halten.

Haplopelma lividum

Vorschaubild H. lividum
  • maximale Körperlänge: 50 mm.
  • Platzbedarf: mindestens 30x30x30 cm.
  • Bodengrund: Erde, Torf, Waldboden, Moos, Boden immer gut feucht halten.
  • Einrichtung: Höhle anbieten z.B. Korkrinde, Wurzel.
  • Temperatur in °C: 24-28 tags, nachts nicht unter 20.
  • Relative Luftfeuchtigkeit: 75-90%, Boden darf nicht austrocknen.

Lasiodora parahybana

Vorschaubild L. parahybana
  • maximale Körperlänge: 90 mm.
  • Platzbedarf: mindestens 40x30x30 cm.
  • Bodengrund: Torf, Erde 1/3 der Fläche sollte stets leicht feucht sein.
  • Einrichtung: große Höhle z.B. Kork.
  • Temperatur in °C: 24-28 tags, nachts nicht unter 20.
  • Relative Luftfeuchtigkeit: 75-90%, Boden darf nicht austrocknen.

Poecilotheria regalis

  • maximale Körperlänge: 65 mm.
  • Platzbedarf: mindestens 30x30x40 cm.
  • Bodengrund: Torf, Erde sollte stets leicht feucht sein.
  • Einrichtung: Äste, Zweige, Korkröhre.
  • Temperatur in °C: 24-28 tags, nachts nicht unter 22.
  • Relative Luftfeuchtigkeit: 75-90%, Boden darf nicht austrocknen.

Psalmopoeus cambridgei

Vorschaubild P. cambridgei
  • maximale Körperlänge: 60 mm.
  • Platzbedarf: mindestens 30x30x40 cm.
  • Bodengrund: Torf, Erde sollte stets leicht feucht sein.
  • Einrichtung: Äste, Zweige, Korkröhre.
  • Temperatur in °C: 24-28 tags, nachts nicht unter 20.
  • Relative Luftfeuchtigkeit: 75%, Boden stets leicht feucht halten, regelmäßig sprühen.

Theraphosa blondi

Vorschaubild T. blondi
  • maximale Körperlänge: 100 mm.
  • Platzbedarf: mindestens 40x30x30 cm.
  • Bodengrund: Torf, Erde sollte stets leicht feucht sein.
  • Einrichtung: große Höhle, zum Beispiel aus Kork.
  • Temperatur in °C: 24-28 tags, nachts nicht unter 22.
  • Relative Luftfeuchtigkeit: 75-90%, Boden darf nicht ausstrocknen.

 

Quelle: b.t.b.e. Insektenzucht

 


Tipps zur Haltung von Mantiden


Wenn Sie eine Mantis (Gottesanbeterin) erworben haben, sollten Sie für die einzelnen Arten folgende Punkte grundsätzlich beachten. Für Ihre weiteren Fragen steht Ihnen unser Team jederzeit gern zur Verfügung.

Blepharopsis mendica

  • maximale Körperlänge: 60 mm
  • Platzbedarf: mindestens 20x20x30 cm bei Einzelhaltung, große Gazeflächen
  • Bodengrund: Erde, Sand-Erde-Gemisch
  • Einrichtung: Zweige, Rinde, viele rauhe Flächen
  • Temperaturen: 35-40 °C tags, nachts nicht unter 25 °C
  • Relative Luftfeuchtigkeit: 30-40%, nicht sprühen
  • Beleuchtung: Halogenstrahler, sehr lichtbedürftige Art

Creobroter meleagris

  • maximale Körperlänge: 40 mm
  • Platzbedarf: mindestens 20x20x30 cm bei Einzelhaltung, große Gazeflächen
  • Bodengrund: Erde, Waldboden
  • Einrichtung: gut verzweigte Äste, kleinblättrige Pflanzen (möglichst blühend)
  • Temperaturen: 25-28 °C tags, nachts nicht unter 20 °C
  • Relative Luftfeuchtigkeit: um 50-60%, täglich kurz sprühen
  • Beleuchtung: Halogenstrahler, Neonröhre, bei hellem Standort ist Tageslicht ausreichend

Deroplatys desiccata

  • maximale Körperlänge: 75 mm
  • Platzbedarf: mindestens 40x30x30 cm bei Einzelhaltung, große Gazeflächen
  • Bodengrund: Erde, Torf, Waldboden, Moos, leicht feucht halten
  • Einrichtung: gut verzweigte Äste, Wurzeln, trockene Laubschicht am Boden
  • Temperaturen: tags 24-29 °C, Nachtabsenkung bis 21 °C möglich
  • Relative Luftfeuchtigkeit: 70-80%, abends sprühen, aber Staunässe unbedingt vermeiden
  • Beleuchtung: Tageslicht, auf keinen Fall zu helle Beleuchtung

Gongylus gongylodes

  • maximale Körperlänge: 100 mm
  • Platzbedarf: mindestens 30x30x40 cm bei Einzelhaltung, große Gazeflächen
  • Bodengrund: Erde, Torf, Waldboden, trockene Laubschicht
  • Einrichtung: gut verzweigte Äste, auf genügend Abstand zwischen den Zweigen achten
  • Temperaturen: tags 32-40 °C, nachts nicht unter 25 °C, Heizmatte oder -kabel verwenden
  • Relative Luftfeuchtigkeit: bis 40%, nicht sprühen
  • Beleuchtung: Halogenstrahler, Neonröhre

Hierodula membranacea

  • maximale Körperlänge: 90 mm
  • Platzbedarf: mindestens 20x20x40 cm bei Einzelhaltung
  • Bodengrund: Erde, Zellstoff, Moos
  • Einrichtung: Äste, Zweige, Korkrinde
  • Temperatur in °C: 22-30 tags, nachts nicht unter 20
  • Relative Luftfeuchtigkeit: 50-60%, Boden stets leicht feucht halten
  • Beleuchtung: Tageslicht ist ausreichend

Hymenopus coronatus

  • Bild: Hymenopus coronatus in unseren Bildergalerien
  • maximale Körperlänge: 60 mm
  • Platzbedarf: mindestens 20x20x30 cm bei Einzelhaltung, große Gazeflächen
  • Bodengrund: Erde, Torf, Waldboden, Moos, leicht feucht halten
  • Einrichtung: gut verzweigte Äste, kleinblättrige blühende Pflanzen
  • Temperaturen: 25-30 °C tags, nachts nicht unter 20 °C
  • Relative Luftfeuchtigkeit: tags 40-50%, nachts bis 80%, abends täglich kurz sprühen
  • Beleuchtung: Halogenstrahler, Neonröhre

Parasphendale affinis

  • maximale Körperlänge: 50 mm
  • Platzbedarf: mindestens 20x20x30 cm bei Einzelhaltung
  • Bodengrund: Erde, Zellstoff
  • Einrichtung: Zweige, Rinde, Steine
  • Temperaturen: 24-32 °C tags, nachts nicht unter 20 °C
  • Luftfeuchtigkeit: alle 2-3 Tage sprühen
  • Beleuchtung: Tageslicht ist ausreichend

Phyllocrania paradoxa

  • maximale Körperlänge: 50 mm
  • Platzbedarf: mindestens 20x20x30 cm bei Einzelhaltung, große Gazeflächen
  • Bodengrund: Erde, Torf, Waldboden, Moos, leicht feucht halten
  • Einrichtung: gut verzweigte Äste, trockenes Laubwerk
  • Temperaturen: tags 25-30 °C, Nachtabsenkung nicht unbedingt erforderlich
  • Relative Luftfeuchtigkeit: tags 50-60%, einmal pro Woche sprühen, eher trocken halten
  • Beleuchtung: kann fehlen, Halogenstrahler, Neonröhre

Popa spurca

  • maximale Körperlänge: 70 mm
  • Platzbedarf: mindestens 20x20x30 cm bei Einzelhaltung, große Gazeflächen
  • Bodengrund: Erde, Sand-Erde-Gemisch
  • Einrichtung: gut verzweigte Äste, Rinde
  • Temperaturen: 25-30 °C tags, nachts nicht unter 20 °C
  • Relative Luftfeuchtigkeit: um 40% sehr wenig sprühen
  • Beleuchtung: Halogenstrahler, Neonröhre, sehr lichtbedürftige Art

Pseudocreobrotra wahlbergii

  • Bild: Pseudocreobrotra wahlbergii in unseren Bildergalerien
  • Bild: die Larve von Pseudocreobrotra wahlbergii in unseren Bildergalerien
  • maximale Körperlänge: 40 mm
  • Platzbedarf: mindestens 20x20x30 cm bei Einzelhaltung, große Gazeflächen
  • Bodengrund: Erde, Torf, Waldboden, leicht feucht halten
  • Einrichtung: gut verzweigte Äste, kleinblättrige Pflanzen (möglichst blühend)
  • Temperatur: tags 30-35 °C, nachts 20-25 °C
  • Relative Luftfeuchtigkeit: tags 40-50%, nachts bis 80%, abends täglich kurz sprühen
  • Beleuchtung: Halogenstrahler, Neonröhre

Sphodromantis lineola

  • maximale Körperlänge: 80 mm
  • Platzbedarf: mindestens 20x20x30 cm bei Einzelhaltung
  • Bodengrund: Erde, Zellstoff
  • Einrichtung: Äste, Zweige, Korkrinde
  • Temperatur: 23-35 °C tags, nachts nicht unter 20 °C
  • Luftfeuchtigkeit: alle 2 Tage sprühen
  • Beleuchtung: Tageslicht ist ausreichend

 

Quelle: b.t.b.e. Insektenzucht

 

 

Tausendfüßer im Terrarium


Vor der Anschaffung sollten Sie folgende Punkte bedenken:

  • 1. Tausendfüßer besitzen ein Wehrsekret, das Hautreizungen hervorrufen kann.
  • 2. Riesenkugler sind aufgrund der schwierigen Haltung für Anfänger ungeeignet.

Das Terrarium

Zur Haltung von Tausendfüßern eignen sich die verschiedensten Behälter: Spinnenterrarien, Aquarien mit dichter Abdeckung oder Plastikbehälter. Wichtig ist, dass eine gute Belüftung vorhanden ist und dass eine wenigstens 10-20cm hohe Substratschicht eingebracht werden kann. Große Behälter sind zu bevorzugen, da es darin besser gelingt, verschiedene Mikrohabitate zu schaffen.

Sollte die Luftfeuchtigkeit dauerhaft zu niedrig sein, können die Lüftungsflächen abgeklebt werden. Es ist aber darauf zu achten, dass trotzdem eine Luftzirkulation stattfinden kann. Für die meisten Arten genügen Terrarien mit einer Grundfläche von ca. 30x30cm, für große Arten wie Archispirostreptus gigas sollte die Fläche wenigstens 50x40cm messen.

Technik

Die meisten tropischen Arten lassen sich gut bei leicht erhöhter Zimmertemperatur zwischen 20 und 24°C halten. Auf eine Heizung kann daher verzichtet werden. Eine Heizmatte unter dem Terrarium wäre sogar schädlich, da sie zum Austrocknen des Substrates führt!

Eine Beleuchtung ist ebenfalls nicht nötig, da die allermeisten Arten dämmerungs- oder nachtaktiv sind. Sollte aufgrund niedriger Raumtemperaturen eine Heizung nötig sein, so ist die Erwärmung durch eine Lampe von oben zu bevorzugen.

Einrichtung

Das Wichtigste ist eine wenigstens 10cm, besser 15cm, hohe Substratschicht. An der Oberfläche sorgen einige Korkstücke für geeignete Unterschlupfmöglichkeiten. Manche Arten benötigen Äste zum Klettern. Auf eine Bepflanzung kann verzichtet werden.

Moospolster eignet sich gut als Feuchtespeicher und bringt auch ein wenig Farbe ins Terrarium. Höhere Pflanzen werden meist angefressen und sind daher nur kurze Zeit haltbar. Auf eine Wasserschale kann verzichtet werden.

Das Substrat sollte aus einer Mischung aus Erde, Sand, Laub und morschem Holz bestehen. Es dient zugleich auch als Nahrung, sofern genügend verrottendes pflanzliches Material vorhanden ist. Sie sollten darauf achten, dass das pflanzliche Material unterschiedlich stark zersetzt ist. Unverzichtbar ist die Zugabe von Kalk in Form von Eier- oder Sepiaschalen. BioCal ist ebenso geeignet. Das Substrat sollte erneuert werden, sobald es kein fressbares Material mehr enthält.

Futter

Die wichtigste Futterquelle stellt das oben beschriebene Substrat dar. Weißfaules Holz und Laub werden von allen Arten gerne gefressen und sollte immer im Terrarium vorhanden sein. Daneben eignen sich sehr viele Obst- und Gemüsesorten: Apfel, Banane, Karotte, Gurke, Kartoffel, Champignon. Salat eignet sich nur bedingt, da er häufig mit Spritzmitteln belastet ist. Obst sollte im Zweifel geschält angeboten werden.

Als Protein- und Vitaminquelle kann in kleinen Mengen Fisch-, Katzen- oder Hundefutter angeboten werden. Für das Außenskelett benötigen die Tiere Kalk (siehe oben!) Zwischendurch kann auch „Beetle-Jelly“ gegeben werden. Die meisten Arten fressen dieses Käferfutter sehr gerne.

Pflege

Das Substrat muss immer feucht sein. Dabei ist Staunässe unbedingt zu vermeiden. Die nötige Luftfeuchte erreicht man durch Sprühen (1-3-Mal pro Woche). Schimmeliges Futter muss entfernt werden.

Bandfüßer (Polydesmida) sind meist etwas empfindlicher. Sie ernähren sich nahezu aussschließlich von Laub und morschem Holz (Pilzmycel?). Im Terrarium sollte daher eine 5-10cm dicke feuchte Laubschicht eingebracht werden. Einige Arten sondern relativ viel blausäurehaltiges Wehrsekret ab. Die Terrarien sollten daher gut belüftet sein!

Riesenkugler (Pentazonia, Sphaeroteriida) sind nur dem erfahrenen Halter zu empfehlen.

Wie typisches Terrarium für einen Tausendfüßer eingerichtet ist.

Tausendfüßer im Terrarium

Grundausstattung

Terrarium:
30x30x20cm oder größer (Versand leider nicht möglich)

Beleuchtung:
Savic-Patentleuchte klein SAV114 oder groß SAV 103. Alternativ: Elektronische Kompaktleuchte ZEKL-6

Substrat:
DRAGON Terrarienerde GIE061 (Basissubstrat), DRAGON Bioground DRA115 (zum Beimischen), DRAGON Sphagnum Ziegel NM-61, NM-62, oder NM-63 (zum Beimischen), DRAGON Cocoground ZCS010 (zum Beimischen)

Einrichtung:
Zierkork flach HEN031

Pflege:
Futterpinzette Edelstahl 30cm G30-10, Druckspritzflasche PP50 zum Bewässern

Futter:
Beetle Jelly Lactic Acid BJLA, Beetle Jelly Banana BJBA, Beetle Jelly Black BJBL, Sepia-Schale RS-80

Gruppenhaltung

Tausendfüßer sollten wenigstens paarweise oder besser in Kleingruppen gehalten werden. Die Futterversorgung ist dann einfacher und es ist durchaus auch mit Nachzuchten zu rechnen. Bitte beachten sie, dass dann entsprechend größere Terrarien verwendet werden müssen.

Geschlechtsbestimmung

Die Geschlechtsorgane der Diplopoden befinden sich im 3. Körpersegment. Die Männchen besitzen am 7. Segment Gonopoden zur Spermaübertragung. Dabei handelt es sich um umgewandelte Laufbeine. Die Gonopoden sind kürzer und dicker als die Laufbeine. An dieser „Lücke“ zwischen den Laufbeinen lassen sich die Männchen meistens ganz gut erkennen.

Vorschaubild Geschlechtsbestimmung

Bei einigen Arten gibt es auch einen Geschlechtsdimorphismus z.B. sind bei Epibolus pulchripes die Männchen lackschwarz gefärbt und haben leuchtend rote Beine. Die Weibchen besitzen hingegen eine mattschwarze Färbung und blassrote Beine.

Fortpflanzung

Tausendfüßer legen Eier. Diese werden meistens einzeln abgelegt und ähneln Kotkügelchen. Einige Arten bauen auch Nester oder Höhlen zur Eiablage. Die Larve schlüpft nach einigen Tagen oder Wochen. Die Larve hat zunächst nur wenige Segmente. Die Segmentzahl steigt mit jeder Häutung. Geschlechtsreife Tiere häuten sich meistens nicht mehr.

Haltung von tropischen Bandfüßern (Polydesmida)

Grundsätzlich stellen Bandfüßer dieselben Ansprüche an die Pflege wie Tausendfüßer. Die meisten Arten fressen jedoch nur Laub und morsches Holz. Es ist daher empfehlenswert, das Substrat mit einer 5-10cm hohen Laubschicht zu bedecken. Die Oberfläche sollte 3-4Mal pro Woche besprüht werden. Da die Tiere bei Störungen ein blausäurehaltiges Sekret absondern, ist besonders auf eine gute Belüftung und ein ausreichend großes Terrarium zu achten.

Vorschaubild Bandfüßer

Haltung von Riesenkuglern (Sphaerotheriida)

Riesenkugler sind deutlich schwieriger zu halten als ihre Verwandten. Die Ernährung der Tiere gelingt am ehesten mit moosbewachsenen Ästen. Die Tiere fressen aber auch weißfaules Holz, Pilze und Flechten. Die Temperaturen sollten auch im Sommer 22-24°C nicht überschreiten. Am besten eignet sich Arthrosphaera brandtii aus Tansania für die Haltung im Terrarium.

Vorschaubild Riesenkugler

Einrichtungsbeispiel

Die Feuchtigkeit des Substrats kann nahezu beliebig reguliert werden. Durch die Beimischung von Sphagnummoos und morschem Holz sind sehr gute Wasserspeicher vorhanden. Sollte das Substrat zu schnell abtrocknen, kann die Belüftungsfläche reduziert werden.

Vorschaubild Terrarium 1
Das Substrat sollte nie gleichmäßig feucht sein, sondern es sollten immer auch trockenere Bereiche vorhanden sein. Bei kletternden Arten ist das Anbringen einer Rückwand (Kokosfaser oder Kork) sinnvoll.

Tausendfüßer im Terrarium


Einige ausgwählte Arten

Archispirostreptus gigas

  • maximale Körperlänge: 30cm
  • Terrarium (LxBxH cm): 50x40x40
  • Besonderes: gilt als längste Art
  • Terrarientyp: feucht
Vorschaubild Archispirostreptus

Dendrostreptus macracanthus

  • maximale Körperlänge: 20cm
  • Terrarium (LxBxH cm): 30x30x30
  • Besonderes: starker Wehrsekretabsonderer
  • Terrarientyp: feucht
Vorschaubild Dendrostreptus

Epibolus pulchripes

  • maximale Körperlänge: 12cm
  • Terrarium (LxBxH cm): 30x30x30
  • Terrarientyp: feucht
Vorschaubild Epibolus

Tonkinbolus dollfusi

  • maximale Körperlänge: 8cm
  • Terrarium (LxBxH cm): 30x30x30
  • Terrarientyp: feucht
Vorschaubild Tonkinbolus

Centrobolus sp. Mosambik

  • maximale Körperlänge: 7cm
  • Terrarium (LxBxH cm): 30x30x30
  • Besonderes: klettert gern
  • Terrarientyp: feucht
Vorschaubild Centrobolus

Tausendfüßer im Terrarium


Einige ausgwählte Arten

Archispirostreptus gigas

  • maximale Körperlänge: 30cm
  • Terrarium (LxBxH cm): 50x40x40
  • Besonderes: gilt als längste Art
  • Terrarientyp: feucht
Vorschaubild Archispirostreptus

Dendrostreptus macracanthus

  • maximale Körperlänge: 20cm
  • Terrarium (LxBxH cm): 30x30x30
  • Besonderes: starker Wehrsekretabsonderer
  • Terrarientyp: feucht
Vorschaubild Dendrostreptus

Epibolus pulchripes

  • maximale Körperlänge: 12cm
  • Terrarium (LxBxH cm): 30x30x30
  • Terrarientyp: feucht
Vorschaubild Epibolus

Tonkinbolus dollfusi

  • maximale Körperlänge: 8cm
  • Terrarium (LxBxH cm): 30x30x30
  • Terrarientyp: feucht
Vorschaubild Tonkinbolus

Centrobolus sp. Mosambik

  • maximale Körperlänge: 7cm
  • Terrarium (LxBxH cm): 30x30x30
  • Besonderes: klettert gern
  • Terrarientyp: feucht
Vorschaubild Centrobolus
Quelle: b.t.b.e. Insektenzucht



Tipps zur Haltung von Skorpionen


Wenn Sie einen Skorpion erworben haben, sollten Sie folgende Punkte grundsätzlich beachten. Für Ihre weiteren Fragen steht Ihnen unser Team jederzeit gern zur Verfügung.

  • Muss es wirklich ein Skorpion sein?
  • Bin ich mir der potenziellen Gefahr bewusst, die von einem Skorpion ausgehen kann?
  • Habe ich mich gründlich informiert? Informieren Sie sich vor dem Kauf ausführlich über Skorpione, im Fachhandel gibt es zahlreiche Bücher zum Thema.
  • Wieso möchte ich ein so ausgefallenes exotisches Tier?
  • Sind alle meine Mitbewohner einverstanden?
  • Welches wäre ein "Anfängerskorpion"?

Wir versuchen, hier eine kleine Anleitung zur Skorpionshaltung zu geben und sind uns dabei bewusst, dass damit keine Fachliteratur ersetzt werden kann. Bedingt durch die Vielzahl der Arten und der bewohnten Lebensräume sind allgemeine Anleitungen stets nur eine grobe Orientierung!

Skorpione haben sich in der Natur vielen verschiedenen Bedingungen angepasst. Die Ausbreitungsfreudigkeit mancher Arten zeigt auch, wie flexibel sie auf unterschiedliche Bedingungen reagieren können.

Das heißt aber nicht, dass man bei der Terrarienhaltung ihre Bedürfnisse einfach ignorieren kann und darauf hofft, dass es schon irgendwie gut gehen wird. Terrarien werden immer nur annähernd naturnahe Bedingungen bieten können. Andererseits ist es auch nicht nötig, die Natur komplett ins Haus zu holen.

Terrarien können immer nur einen kleinen Ausschnitt des Habitats einer Art wiedergeben. Berücksichtigt man die Ansprüche von Skorpionen an ein geeignetes Versteck und an das geeignete Mikroklima, sind alle Arten auch in optisch weniger perfekten Terrarien gut und lange zu pflegen und zu züchten.

Einrichtung

Je nach geographischer Herkunft lassen sich zwei Grundtypen unterscheiden: Wald- (z.B. Pandinus) oder Wüstenbewohner (z.B. Leiurus). Wir geben aber auch Wüstentieren eine Ecke mit feuchter Erde, da es beim Häuten den Eindruck macht es gehe mit entsprechender Feuchtigkeit einfacher, ebenso beim Nachzüchten.

Vor allem bei den giftigeren Skorpionsarten ist es nicht ratsam, zu große und üppig eingerichtete Terrarien zur Verfügung zu stellen, da sie die Kontrolle erschweren. Ganz wichtig für alle Arten sind Versteckmöglichkeiten und ein Frischwassergefäß.

Temperament und Lebensweise

Grabende Ansitzjäger benötigen weniger Fläche als die Rindenskorpione die Nachts auf Beutefang umherstreifen. Skorpione die gerne klettern und sich auf Bäumen verstecken (viele Buthiden) benötigen ein etwas höheres Terrarium.

Bewohnerzahl

Wegen der kannibalistischen Neigung der meisten Skorpione hält man sie besser einzeln und setzt sie nur zur Paarung zusammen. Entschließt man sich zur Vergesellschaftung (z.B. Pandinus-Arten) sollte ein deutlich größeres Terrarium gewählt werden.

Terrarium

Bei gefährlich giftigen Arten muss das Terrarium abschließbar sein und sicher an seinem Platz stehen. Für Unbefugte und Kinder muss es unerreichbar sein. Das Terrarium sollte gut belüftet sein, um Staunässe und Pilzbefall zu vermeiden. Beutereste sind regelmäßig zu entfernen, ebenso nicht gefressene Beutetiere.

Temperaturen

Die optimale Temperatur ist von Art zu Art unterschiedlich, liegt aber bei den meisten Skorpionen sicher über Zimmertemperatur. Das Terrarium kann mittels eines Spotstrahlers beheizt werden. Die Beleuchtungsdauer sollte bei tropischen Arten etwa 12 Stunden betragen.

Über die Lampenstärke kann die gewünschte Tagestemperatur eingestellt werden. Viele Arten können bei Temperaturen zwischen 25°C und 30°C gehalten werden. Nachts kann das Terrarium auf Zimmertemperatur abkühlen.

Verpaarung und Aufzucht

Da es sich bei diesem Thema um ein komplexes Gebiet handelt, das sich nicht in ein paar Worten erörtern lässt, verweisen wir hier auf Fachliteratur, die sich mit dem Thema eingehend beschäftigt.

Nahrung

Die Skorpione können sehr unterschiedliche Fressgewohnheiten haben, die sich je nach Art und Größe unterscheiden. Die kleinsten Skorpione (z.B. Euscorpius-Babys) fressen gerne auch totes Material wie Grillenbeine oder zerquetschte Heimchen. Pandinus- und Hadogenes-Arten fressen am liebsten Nacktmäuse, Heuschrecken oder Grillen.

Alle anderen Skorpione lassen sich mit Heimchen und Kurzflügelgrillen bestens versorgen. Die Menge lässt sich nicht festlegen. Wir geben unseren Tieren meist alle zwei Wochen zwei bis drei Futterinsekten

Skorpione – eine kurze Einführung


Es gibt etwa 1.200 Skorpionarten, von denen nur etwa zwei Dutzend ein Gift haben, das auch für den Menschen tödliche Folgen haben kann.

Stellung der Skorpione im Tierreich:

Skorpione gehören zum Stamm der Arthropoden (Gliederfüßer). Zu den Arthropoden gehören die Klassen Insekten, Spinnentiere, Krebstiere, Tausendfüßler und Trilobiten. Arthropoden haben einen gegliederten Körper, der von einem Panzer aus Chitin überzogen ist.

Skorpione gehören zu den Spinnentieren (Arachniden). In vielen Jahrmillionen ihrer Stammesentwicklung haben sich die Skorpione kaum verändert. Die Wurzeln reichen etwa 450 Millionen Jahre zurück. Daran lässt sich erkennen, dass diese Tiere ein gutes „Überlebenskonzept“ der Natur verkörpern.

Körperbau

Die Gesamterscheinung der Skorpione wird von ihrer Körpergliederung geprägt. Wie bei allen Spinnentieren gliedert sich der Körper in 18 Segmente. Es lassen sich zwei große Abschnitte erkennen, die nicht durch eine Einschnürung voneinander getrennt sind: Vorderkörper (Prosoma) und Hinterkörper (Opisthosoma). Die Grenze bildet der Carapax (ein ungegliedertes Rückenschild, in dessen Mitte zwei Medianaugen zu sehen sind).

Der Hinterleib zeigt eine ungewöhnliche Zweiteilung. Die ersten sieben Segmente (Mesosoma) sitzen breit am Prosoma an. Bei den folgenden 5 Segmenten sind die Rücken- und Bauchplatten zu Chitinringen verwachsen. Dieses (Metasoma), der „Schwanz“ der Skorpione gehört also noch zum Hinterleib, was auch der After am Ende des fünften Ringes beweist. Am Ende des Metasomas befindet sich der Giftstachel.

Häutung

Wie alle Gliederfüßer müssen sich Skorpione, um wachsen zu können, häuten, da ihr starres Außenskelett aus Chitin nicht mitwachsen kann. Ein Skorpion häutet sich in seinem Leben durchschnittlich fünf bis sieben mal, ausnahmsweise aber auch vier- (manche Buthidae) oder neun mal (Diplocentridae).

Die Häutungsabstände können sich zum Teil, je nach äußeren Einflüssen, um Monate bis Jahre verzögern. Nach der letzten Häutung ist ein Skorpion nicht mehr in der Lage, sich zu regenerieren. Skorpione erreichen ein Alter von zwei bis fünfzehn Jahren, je nach Art und Haltung.

Vorkommen

Skorpione sind auf allen Kontinenten zu finden. Auf der Südhalbkugel fehlen Skorpione nur in der Antarktis. Auf der nördlichen Hälfte erreichen einige Arten die Mongolei und Mitteleuropa. Skorpione wurden schon in Höhen von 5500 Metern in den Anden gefunden.

Gift

Alle Skorpione sind giftig. Sie können ihr Gift sehr gezielt und dosiert einsetzen. Ihr Gift enthält ein basisches Polypeptid, dessen Aminosäuresequenz und räumliche Faltstruktur im Mittelpunkt zahlreicher molekularbiologischer Untersuchungen steht. Für die Symptomatik bei einem Skorpionsstich ist neben den direkten Toxineffekten vor allem die Wirkung auf das körpereigene Hormonsystem (Freisetzung großer Mengen von Adrenalin und Noradrenalin) verantwortlich.

Beim Menschen kann dies schwere autopharmakologische Reaktionen (Herz-Kreislaufstörungen, lebensbedrohliche neurologische Ausfälle), die im Extremfall bis zum Tod führen können, hervorrufen. Als erstes Symptom nach einem Stich tritt meist ein Schmerz auf, der in seiner Intensität stark variieren kann

Wie erkennt man für den Menschen gefährliche Skorpione?

Aus Größe und Farbe lassen sich keine Rückschlüsse auf die Giftigkeit ziehen! Eine Faustregel besagt: Schlanke Scherenhände, die nicht oder nur unwesentlich breiter sind als der Rest des Pedipalpus, oder ein Schwanz (Metasoma,) der etwa so dick oder dicker als die Scherenhand breit ist, könnten Anzeichen für ein Tier der Familie Buthidae sein, die die giftigsten Vertreter der Skorpione stellen.

Gefährliche Gattungen

Buthus, Leiurus, Tityus, Mesobuthus, Parabuthus, Androctonus, Buthacus, Centruroides, Hottentotta:
Symptome: Herzkreislaufstörungen, Krampfanfälle, Lähmungen, Muskelzuckungen, Herzinfarkt.

Nebo, Hierichonticus: schwere Gerinnungsstörungen möglich.

Hemiscorpius lepturus: einzige Art mit gewebezerstörendem Gift.

Achtung: Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Grundsätzlich ist beim Umgang mit Gifttieren stets äußerste Vorsicht geboten!

Nähere Angaben finden sie bei: Günther Schmidt, Giftige und gefährliche Spinnentiere, Neue Brehm Bücherei

Die Systematik der Skorpione


Die rezenten Skorpione werden laut Familienbestimmungsschlüssel (Schmidt, 1992) in neun Familien unterteilt.

Familie Buthidae

  • 50 Gattungen mit über 500 Arten.
  • Kennzeichen der Buthidae sind ein annähernd dreieckiges Sternum und schlanke pinzettenförmige Scherenhände. Die Körperlänge variiert von 1,5 –10 cm. Dieser Familie werden die giftigsten Skorpione zugeordnet.
  • Die Buthidae sind in nahezu allen tiergeographischen Landlebensräumen der Erde zu finden.
  • Vertreter: Buthus, Parabuthus, Mesobuthus, Androctonus, Leiurus, Tityus, Centruroides, Uroplectes, Isometrus, Babycurus, Compsobuthus, Butheoloides usw.

Familie Chaerilidae

  • monotypische Familie mit 23 Arten der Gattung Chaerilus.
  • Weitgehend unbekannte Gattung, nur an der Trichobothrienverteilung am Pedipalpenfemur zu identifizieren.
  • Die Chaerilidae kommen nur in Fernost vor.
  • Vertreter: Chaerilus spec.

Familie Scorpionidae

  • 7 Gattungen mit 120 Arten.
  • Kennzeichen der Scorpionidae sind ein fünfeckiges Sternum und breite kräftige Scherenhände.
  • Größe: bis 20 cm (Pandinus).
  • Verbreitungsgebiet: Afrika, Mittelmeerraum, Asien bis Australien.
  • Vertreter: Pandinus, Scorpio, Heterometrus, Opistophtalmus usw.

Familie Diplocentridae

  • 70 Arten, Kennzeichen der Diplocentridae sind kräftige Scherenhände, ein fünfeckiges Sternum, Subakulearstachel.
  • Verbreitungsgebiet: vor allem Nord- und Mittelamerika. Ausnahme: Nebo (Nordafrika, Naher Osten).
  • Vertreter: Nebo.

Familie Ischnuridae

  • 8 Gattungen mit 50 Arten.
  • Kennzeichen der Ischnuridae: Es handelt sich um sehr große Tiere mit fünfeckigem Sternum und bis zu 150 Trichobothrien auf dem Pedipalpus. Die meisten Vertreter dieser Familie sind langsamwachsende und langlebige Arten.
  • Verbreitungsgebiet: weit verbreitet in Süd- und Ostafrika, Madagaskar, Indien, Südostasien über Australien bis Südamerika.
  • Vertreter: Hadogenes, Heteroscorpion, Opisthacanthus usw.

Familie Bothriuridae

  • 12 Gattungen mit 80 Arten.
  • Kennzeichen sind ein querliegendes schmales Sternum, das wenn andeutungsweise fünfeckig, ein vielfaches breiter als hoch ist.
  • Verbreitungsgebiet: Südamerika, Australien, Südafrika.
  • Vertreter: Urophonius, Brachycentrus.

Familie Chactidae

  • 18 Gattungen mit 140 Arten.
  • Kennzeichen : Die Systematik der Chactidae und der Vaejovidae ist umstritten. Die Chactidae mit 140 Arten, die im Dunkel von Höhlen leben, sind noch am einfachsten zu identifizieren: ihnen fehlen die Median- und zum Teil sogar auch die Lateralaugen.
  • Vorkommen: Mittel- und Südamerika, Europa.
  • Vertreter: Belisarius, Xambeui, Euscorpius (Euscorpius seit 1999 eigene Familie: Euscorpiidae).

Familie Vaejovidae

  • 13 Gattungen mit 130 Arten.
  • Kennzeichen: Die Systematik der Vaejovidae ist unklar.Vorkommen : USA, Mexiko, einige in Südostasien.
  • Vertreter: „Sammelgattung“ Vaejovis, Anuroctonus, Phaiodactylus, Paruroctonus, Mesaensis usw.

Familie Iuridae

  • Mit 19 Arten in 5 Gattungen die kleinste Skorpionfamilie.
  • Kennzeichen: Am Innenrand des beweglichen Chelicerenfingers tragen sie im Gegensatz zu allen anderen Skorpionen, ein bis zwei große dunkle Zähne.
  • Vorkommen: Unterfamilie Caraboctoninae: Nord- und Südamerika, zum Beispiel Hadrurus; Unterfamilie Iurinae: Türkei bis Griechenland, zum Beispiel Iurus.

 

In neueren wissenschaftlichen Arbeiten werden die Skorpione in weit mehr Familien unterteilt. Diese Erkenntnisse sind noch nicht vollständig und für Einsteiger von geringer Bedeutung. Folgende Familien werden unter Scorpionfiles (Universität Trondheim) unterschieden (mit Fotos):

Bothriuridae, Diplocentridae, Ischnuridae, Scorpionidae, Vaeyovidae, Buthidae, Euscorpiidae, Iuridae, Superstitioniidae , Chactidae, Hemiscorpiidae, Microcharmidae, Troglotaoysicidae, Chaerilidae, Heteroscorpionidae, Pseudochactidae, Urodacidae.

Quelle: b.t.b.e. Insektenzucht

 


Hundertfüßer im Terrarium

Vor der Anschaffung eines Hundertfüßers (Skolopender) sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • 1. Hundertfüßer besitzen Giftklauen und verfügen über ein potentes Gift.
  • 2. Es sind schnelle, teilweise hektische Tiere.
  • 3. Hunderfüßer sind Ausbruchskünstler!
  • 4. Ist ein sicherer Standort für das Terrarium vorhanden?
  • 5. Ist eine Haltungsgenehmigung erforderlich (Ordnungsamt, Untere Naturschutzbehörde)?
  • 6. Sind Sie sicher, dass Sie im Umgang mit einem schnellen Gifttier nicht überfordert sind?
  • 7. Haben Sie schon Erfahrung mit der Haltung von Gifttieren z.B. Skorpione, Spinnen?

Das Terrarium

Zur Haltung von Skolopendern eignen sich in erster Linie Terrarien mit Falltürscheibe oder aber so genannte „Safe-Terrarien“, die oben geöffnet werden können. Kleinere Arten und Jungtiere können auch in verschiedensten Plastikdosen gepflegt werden. Wichtig ist, dass der verwendete Behälter über eine sehr gute Belüftung verfügt!

Die Mindestgröße des Terrariums ergibt sich nach folgender Faustformel (KL = Körperlänge des Skolopenders):

Länge x Breite x Höhe = 2x KL x 1,5x KL x 1,5x KL+Substrathöhe

Es können auch höhere Terrarien zum Einsatz kommen, damit eine entsprechend hohe Substratschicht eingebracht werden kann. Bei Falltür-Terrarien ist in diesem Fall zu beachten, dass die Sockelhöhe entsprechend gewählt wird, damit das Substrat beim Öffnen nicht herausfällt. Folgende Standardmaße sind für mittlere bis große Arten geeignet:

30x30x20cm
30x30x30cm
40x30x30cm

Bitte prüfen Sie jedes Terrarium auf die Dichtigkeit! Skolopender können durch kleinste Öffnungen oder Spalten entkommen! Terrarien mit Schiebetüren sind deshalb völlig ungeeignet.

Die meisten Arten lassen sich gut bei leicht erhöhter Zimmertemperatur halten. Auf eine Heizung kann daher verzichtet werden. Eine Heizmatte unter dem Terrarium wäre sogar schädlich! Effektiv lassen sich kleine Neonröhren oder Schreibtischlampen zur Beleuchtung und Heizung einsetzen. Das Licht sorgt für ein ausreichendes Pflanzenwachstum und bringt gleichzeitig die gewünschte Wärme für das Tier.

Über den Abstand der Leuchte zum Terrarium lässt sich die Temperatur regeln. Die Beleuchtungsdauer kann bis zu 12 Stunden betragen. Da Skolopender dämmerungs- und nachtaktive Tiere sind, kann bei einem entsprechend warmen Standort auch völlig auf eine Beleuchtung verzichtet werden.

Einrichtung

Skolopender führen ein sehr verstecktes Leben. Die Substrathöhe sollte daher mindestens 10cm betragen. Für stark grabende Arten ist entsprechend mehr Substrat nötig. Als Substrat eignet sich ein Gemisch aus Erde und Sand. Es muss grabfähig sein und Feuchtigkeit speichern können. Dem Substrat kann Sphagnummoos und Laub beigemischt werden. Wichtig ist, dass der Bodengrund nicht überall nass ist.

Bieten sie dem Tier immer verschiedene Zonen an, damit es zwischen feuchten und trockenen Bereichen wählen kann. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden! Kork, Wurzeln oder Äste bieten den Tieren entsprechende Kletter- und Versteckmöglichkeiten.

Pflanzen sorgen für ein gutes Mikroklima und ergänzen damit die Einrichtung. Bei der Auswahl ist darauf zu achten, dass die Pflanze von den Klimaansprüchen zum Hundertfüßer passt. Gut geeignet für feuchtere Terrarien sind Efeu oder kleine Ficus-Arten. Für Arten aus trockeneren Gebieten (zum Beispiel Scolopendra heros, S. cingulata) wird man eher auf Sukkulenten oder Kakteen zurückgreifen. Ein kleiner Wassernapf sollte im Terrarium nicht fehlen.

Tipp: Moospolster eignen sich vorzüglich als Wasserspeicher und Unterschlupf; das Moos wird befeuchtet und der Rest des Terrariums kann wesentlich trockener bleiben.

Futter

Hundertfüßer sind schnelle Jäger und haben ein sehr breites Beutespektrum. Im Terrarium sollte man Skolopender nicht zu häufig füttern. Eine Futtergabe pro Woche ist in den meisten Fällen völlig ausreichend. Gefüttert wird mit Heuschrecken, Heimchen, Grillen oder Schaben passender Größe. Manche Tiere gehen auch an tote Beutetiere.

Pflege

Skolopender führen ein sehr verstecktes Leben. Sie werden ihren Pflegling daher häufig nicht sehen. Bitte stören sie die Tiere nur wenn es wirklich nötig ist! Die Tiere vergraben sich häufig auch über einen längeren Zeitraum. Solange das Futter regelmäßig verschwindet oder sie Grabaktivitäten erkennen ist alles in Ordnung. Futterreste sollten mit Hilfe eine Pinzette entfernt werden. Es ist nicht ratsam, mit den Fingern im Terrarium zu hantieren!

Frisches Wasser sollte immer im Trinkgefäß angeboten werden. Die Tiere trinken auch gerne Tropfen von Blättern und anderen Einrichtungsgegenständen. Besprühen Sie das Terrarium in regelmäßigen Abständen, um eine entsprechende Luftfeuchtigkeit zu gewähren. Achten Sie darauf, dass das Substrat nach dem Sprühen wieder abtrocknet. Es darf keine Staunässe entstehen!

Zur Sicherheit sollten sie bei allen Arbeiten am geöffneten Terrarium ein glattwandiges großes Plastikgefäß (Faunabox) unterhalb der Terrarientür platzieren. Sollte der Hundertfüßer aus dem Terrarium laufen, so fällt er in das Gefäß und kann nicht entkommen. Wichtig ist, dass der Behälter höher als der Skolopender lang ist.

Wie typisches Terrarium für einen Skolopender eingerichtet ist.

Auf dieser Seite können Sie sich anhand von Beispielen darüber informieren, wie ein Terrarium für einen Skolopender eingerichtet werden kann. Die gezeigten Einrichtungsbeispiele sollen nur eine Anregung sein. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, dem Terrarientier eine naturnahe Umgebung zu gestalten.

Die Substrathöhe wurde bei den Beispielen aus rein optischen Gründen zu niedrig gewählt. Das Substrat sollte gerade für stärker grabende Arten höher sein (bis zur Oberkante der Sockelleiste). Selbstverständlich können auch echte Pflanzen verwendet werden.

Terrrarium:

30x30x20cm oder größer (Versand leider nicht möglich)

Beleuchtung:

Savic-Patentleuchte klein SAV114 oder groß SAV 103
Alternativ: Elektronische Kompaktleuchte ZEKL-6

Substrat:

DRAGON Terrarienerde GIE061 (Basissubstrat)
DRAGON Bioground DRA115 (zum Beimischen)
DRAGON Sphagnum Ziegel NM-61, NM-62, oder NM-63 (zum Beimischen)
DRAGON Cocoground ZCS010 (zum Beimischen)

Einrichtung:

Zierkork flach HEN031
Kokosnusshalbschale medium COR012 oder large COR013
Felsschale mini 20ml mit Schwamm NDD08

Pflege:

Futterpinzette Edelstahl 30cm G30-10
Druckspritzflasche PP50 zum Bewässern
Faunabox extralarge FGEL oder Maxi FGM

Futter:

bis ca. 5cm Körperlänge: Heimchen klein HEKD oder mikro HMID
bis ca. 10cm Körperlänge:, mittel HEMD
bis ca. 15cm Körperlänge: Heimchen groß HEGD, Steppengrillen mittel SGMD
über 15cm Körperlänge: Steppengrille groß SGGD, Wanderheuschrecke mittel LMD oder groß LGD, Wüstenheuschrecke subadult SSD oder groß SGD

Hinweis: Dies sind nur sehr grobe Angaben zur Orientierung. Im Zweifel immer etwas kleineres Futter anbieten! Wir helfen ihnen gerne bei der Auswahl der richtigen Futtertiere.

Quelle: b.t.b.e. Insektenzucht


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